Marrakesh| Teil 1

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Eigentlich wollte ich ja nach Istanbul. Weil  – da soll´s ja auch ganz toll sein…

Aber dann war Istanbul für drei Tage von hier aus zu umständlich und zu teuer zu erreichen. Und überhaupt – drei Tage für Istanbul seien doch zu kurz, hieß es.

Warum überhaupt drei Tage, fragt Ihr Euch vielleicht? Ganz einfach:

  • Diese Reise war ein Geschenk
  • Für meinen „Kleinen“-
  • Zum 18. Geburtstag.

Und da ich mit dem „Großen“ drei Tage in Sevilla war, gab es diese Vorgaben:

  • Wieder drei Tage,
  • wieder einen Stadt, in der ich noch nie war, und die wir also gemeinsam entdecken können,
  • und bitte warmes Wetter.

Viel blieb da nicht im März, und so wurde es Marrakesh. Zum Glück. Denn es war einmalig!

Am ersten Abend waren wir noch etwas überfordert. Eine fremde Welt, in einer anderen Zeit, im Dunkeln, in kleinen Gassen voller unheimlicher Ecken und mit Verirr – Garantie. Noch nie war ich in einer Stadt ohne Stadtplan gewesen, und für die kleinen Gassen der Medina gibt es tatsächlich keinen. Etwas geschafft saßen wir bei einer  – zugegebenermaßen- köstlichen Tajine, und insgeheim fürchtete ich, dass diese Tage mehr „eine Erfahrung“ als ein Genuss sein würden.

Aaaber – dann – am nächsten Tag….

Irgendein Engelchen hat uns an die Hand genommen und so wunderbar durch diese Stadt geführt!

Es war eine sagenhafte Mischung aus Aufregung und Entspannung, noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viele Kontraste erlebt. Atemberaubende Panoramen (von den herrlichen Dachterrassen aus hatten wir den Blick über die roten Lehmmauern auf das verschneite Atlasgebirge), lebendiges, manchmal anstrengendes Treiben in den Souks, immer wieder Verirrungen. Beim Handeln waren wir ein echtes Dreamteam als good guy/bad guy – egal ob beim Einkaufen oder für´s Taxi: wir hatten immer den Eindruck, erfolgreich gewesen zu sein (den hatten die Einheimischen ihrerseits bestimmt auch, insofern ein klassischer Fall von winwin!). Nach zwei Stunden im  Hammam, von der eine ganze Stunde Massage war, schwebten wir im siebten Himmel auf eine Dachterrasse, von der aus wir in der Abendsonne die Störche auf den Mauern des verfallenen Sultanspalastes landen sehen konnten. Wiederum mit diesem eindrucksvollen Gebirge im Hintergrund – wie eine Filmkulisse.

„La Place“ – wie die Einheimischen den Djema El Fna nennen – ist zu jeder Tageszeit faszinierend. Tagsüber mit all den Schlangenbeschwörern, Geschichtenerzählern und Gebissverkäufern (natürlich ein Fake, aber eine Reminiszenz an die Zeiten, als es noch erlaubt war, auf dem Platz Zähne zu ziehen…), abends, wenn in kurzer Zeit unzählige Garküchen aufbauen.

Düfte und Farben ohne Ende, und natürlich der berühmte Jardin Majorelle, der zum Schluss Yves Saint Laurent gehörte, und in dem es so wunderschön marrokanisch blau leuchtet.

Kesselflicker gibt es in Marrakesh noch, und abends auf dem Platz saß ein Mann neben einer Personenwaage. Die hat er nicht etwa verkauft – nein: da konnte man sich gegen Bezahlung mal wiegen. Und das Essen…. nach diesen Köstlichkeiten musste eine Tajine-Form natürlich mit.

Soviel für heute, Ihr Lieben. Es wird noch zwei weitere Folgen geben, wenn Ihr mögt.

Alles Liebe von
barbara

10 Kommentare zu “Marrakesh| Teil 1

  1. oh wie schön! diese farben! in marrakesh war ich noch nie. aber sieht toll aus! ich hab ein bisschen viel respekt vor der kultur, muss ich zugeben. ich war schon mal in marokko und die dort gemachten erfahrungen war so lala. aber das ist jahre her. vielleicht sollte ich nochmal einen versuch starten?
    herzliche grüße
    die frau s.

    • Starte, starte! Ich war ein bisschen überinformiert und hatte auch einige Bedenken. Aber es war einfach toll!
      Ganz liebe Grüße Barbara

  2. Hallo,
    das hört sich wirklich toll an. Magst Du vielleicht auch ein paar budget-Tipps geben? Das wäre ein tolles Geschenk für einen lieben Menschen – wenn es denn finanziell stemmbar ist.
    Und so tolle Fotos! Wahrscheinlich ist die Jahreszeit genau richtig, oder? Nicht zu heiß, nicht zu staubig?
    Ich würde am liebsten sofort losfliegen…
    LG Susanne

    • Liebe Susanne,
      Marrakesh ist tatsächlich sehr günstig. Wenn Du außerhalb der Ferienzeiten fliegst, kriegst Du sehr günstige Flüge (wir waren mit r..air da), tolle Unterkünfte in Riads gibt es über Airbnb, und vor Ort ist sowieso alles sehr preiswert. Hauptgang im Restaurant ca 6 €, Eintritt in Sehenswürdigkeiten meist 1 €. Und der Rest ist ja eh Verhandlungssache ;-)
      Ich wünsche Dir viel Spaß!!
      Liebe Grüße Barbara

  3. Och, Istanbul ist nicht so meins! Überhaupt habe ich es schwer mit Ländern in denen man belästigt wird – und das war mir in Istanbul ganz entschieden zu viel. Wo ein heftiges Kopfschütteln nicht reicht um jemanden abzuwimmeln fühle ich michnicht wohl. Aber Marrakesch würde ich mir noch antun, das muss einfach zu schön sein! Dein Bericht macht auf jeden Fall große Lust! Tolle Idee überhaupt, diese Art Geschenk!
    Gros bisou
    Sandra

  4. Pingback: Nadelbernds grüner April | nadelbernds*nähkästchen

  5. Liebe Barbara, ich folge schon lange Deinem Blog, meistens wegen der inspirierenden DIY-Ideen. Selten hat mich ein Bericht so dazu inspiriert, eine Reise anzutreten. Irgendwann hatte ich mir mal vorgenommen, mit meinen drei Söhnen zu deren 18. Geburtstag eine Reise zu machen…..
    Eigentlich schwebte mir New York vor, aber sie waren zu untentschlossen. Ich versuche es jetzt mal mit Marrakesh….
    Schreibe uns weiterhin so toll von Deinen Erlebnissen.
    Elisabeth

Ich freue mich sehr über Eure Kommentare. Ich lese sie alle! Auch wenn ich es nicht immer schaffe, jeden Einzelnen zu beantworten! Danke!!

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